Wie bade ich mein Baby richtig

Wie bade ich mein Baby richtig (Ratgeber)

Hier zeigen wir Dir wie Du Dein Baby richtig badest. Wir haben dazu unsere Expertin die Kinder- und Jugendärztin Jessica Kilonzo gefragt, welche Ausstattung Du zum Baden Deines Babys benötigst, auf was Du besonders achten solltest und was Du tun kannst, wenn Dein Baby das Baden so gar nicht mag.

Wie bade ich mein Baby richtig Tipp der Kinderärztin: Die meisten Babys lieben das Baden. Mit den richtigen Zusätzen pflegt das Bad die zarte Babyhaut und entspannt Ihr Kind. J. Kilonzo, Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin (Vita).

Bade-Basics für Dein Baby

Wie oft und wie lange baden?

In den ersten Lebensmonaten reicht es, wenn Sie Ihr Baby einmal oder zweimal in der Woche baden. An den anderen Tagen benutzen Sie einfach einen Waschlappen. Zu viel Zeit in der Wanne kann der Haut Ihres Kindes schaden. Fünf bis zehn Minuten im Wasser sind optimal.

Was ist die geeignete Babytemperatur für mein Baby?

Die perfekte Temperatur für ein Babybad beträgt 36 bis 37 Grad Celsius. Nehmen Sie zu Beginn am besten eine Badethermometer zu Hilfe. Nach ein paar Wochen können Sie die Temperatur wahrscheinlich selbst einschätzen.

Welche Zusätze verwendet man für das Babybad?

Klares Wasser reicht in den ersten Monaten in der Regel für Ihr Baby. Muttermilch, Kleiebad oder etwas Ölbad kann Kindern helfen, die eine sehr trockene Haut haben. Das Schaumbad können Sie sich für später aufheben, wenn Ihr Kind draußen spielt und sich schmutzig macht.

Wann ist die beste Zeit das Baby zu baden?

Sie können Ihr Baby zu jeder Tageszeit baden. Achten Sie nur darauf, dass es satt und zufrieden ist und baden Sie es nicht unmittelbar nach einer Mahlzeit. Ein Bad am Abend kann beruhigen und Ihrem Kind helfen, schneller in den Schlaf zu finden.

Video: Tipps für ein entspanntes Babybad

Die richtige Vorbereitung für ein entspanntes Babybad

Was vor dem Baden passiert

Nehmen Sie sich Zeit für das Bad. Gut vorbereitet wird es ein entspanntes Erlebnis für Sie und Ihr Baby. Die optimale Zimmertemperatur liegt für das Baden bei 23 Grad Celsius. Sie können nach dem Baden auch einen Heizstrahler nutzen, um Ihr Kind warmzuhalten. Vermeiden Sie grelles Licht wenn möglich.

Wärmen Sie ein Handtuch an und legen Sie einen Waschlappen griffbereit neben die Wanne.

Bereiten Sie auch den Wickelplatz für hinterher vor und legen Sie dort den Schlafanzug oder den Strampler bereit.

Das Zubehör – Badewanne und Co.

Badeeimer & Badewanne: Die klassische Babywanne, der funky Badeeimer oder das Waschbecken: Sie entscheiden worin Sie Ihr Baby baden möchten.
Badethermometer: Das Badethermometer in analog oder digital bewahrt Ihr Kind vor Verbrühungen. Babyhaut ist empfindlich.
Handtuch: Waschlappen und Kapuzenhandtuch sind am besten aus weichem Frottee.
Zusätze für das Babybad: Badezusätze wie Kleiebad, Muttermilch oder Ölbad sind nur bei trockener Haut notwendig. Hat Ihr Baby schon sehr viele Haare, können Sie ein mildes Babyshampoo anwenden.
Babypflege: Das Auftragen von Babyöl oder Creme nach dem Baden können Sie mit einer sanften Massage verbinden.
Wärmestrahler: Legen Sie Ihr Kind dazu am besten unter eine Wärmelampe. Dann kann es sich besser entspannen.

Sicherheit in der Babywanne

Verbrühungsgefahr: Setzen Sie Ihr Baby erst in die Wanne, wenn das Wasser vollständig eingelaufen ist und Sie die Temperatur mit einem Thermometer überprüft haben.

Ertrinkungsgefahr: Legen Sie das Baby mit seinem Nacken auf Ihren Unterarm und umfassen Sie mit der Hand seinen Oberarm. So liegt es sicher im Wasser. Wenn Sie möchten, können Sie auch einen Badesitz ausprobieren. Lassen Sie Ihr Baby niemals alleine in der Wanne. Auch nicht wenn es schon sitzen kann. Es reicht aus, die Badewanne halb zu füllen.

Sturzgefahr: Am besten befindet sich der Wickelplatz in der Nähe der Wanne. Heben Sie Ihr Baby vorsichtig aus dem Wasser und achten Sie darauf, nicht auszurutschen.

Elektroschockgefahr: Entfernen Sie alle elektrischen Geräte aus der Nähe der Badewanne, die Ihr Baby eventuell erreichen und ins Wasser ziehen könnte.

Tipps: Wenn das Baby das Baden nicht mag

Erstaunlicherweise baden manche Babys nicht gerne und veranstalten ein Geschrei, dass das Baden für alle Beteiligten zu einer stressbelasteten Situation macht. Natürlich können Sie in diesem Fall einfach auf den Waschlappen umsteigen oder den Po Ihres Babys unter den Wasserhahn halten. Es ist aber einen Versuch wert, sich zusammen mit seinem Nachwuchs in die Badewanne zu setzen. Eventuell stillen Sie dabei oder kuscheln einfach im warmen Wasser. Lassen Sie sich helfen und steigen Sie ohne das Baby in die Wanne ein und aus. Vielleicht gefällt es Ihrem Baby danach auch alleine im Wasser.