Beikost einführen

Beikost einführen: So geht die Umstellung auf Babybrei

Wir zeigen Dir wie die Beikost Einführung funktioniert und ihr als Eltern die Umstellung auf Babybrei zum richtigen Zeitpunkt und mit gesunden Zutaten umsetzen könnt. Nach dem vollendeten vierten Monat bis Beginn des siebten Lebensmonats beginnen Babys, das Interesse an Milchmahlzeiten zu verlieren. Sie interessieren sich zunehmend für andere Nahrung. Eltern beobachten, dass es nach Speisen auf ihren Tellern greift. Kauen die Säuglinge auf ihrer Faust und führen die Hände vermehrt zum Mund, sind sie bereit für die erste Beikost. Hierbei handelt es sich um das Übergangsessen von der Milchnahrung bis zur festen Nahrung.

Wie funktioniert die Umstellung auf Beikost?

1. Beikost ab dem fünften Lebensmonat

Die Mehrzahl der Babys zeigt sich ab dem fünften bis siebten Lebensmonat bereit für die erste Beikost. Sie bekunden ihr Interesse zum Teil durch die Ablehnung der Muttermilch. Dennoch bedeutet die Einführung von Beikost nicht, dass die Mütter das Stillen beenden. Beim ersten Babybrei handelt es sich vorzugsweise um einen Gemüsebrei. Eine beliebte Variante stellt ein Gemüse-Kartoffelbrei dar.

2. Der richtige Zeitpunkt für den ersten Babybrei

Das erste Füttern mit Beikost sollte für Eltern und Kinder keinen Stress bedeuten. Daher drängen die Mütter das Baby nicht zum Essen. Vorzugsweise stillen sie das Kind. Später bieten sie ihm einen Löffel mit püriertem Gemüse an. Öffnet das Baby den Mund, probiert es die neue Speise. Dreht es den Kopf weg oder rümpft die Nase, fühlt es sich durch den unbekannten Geschmack verunsichert.

3. Die richtige Gemüsemenge für die Beikost

Für den ersten Babybrei eignen sich Karotten. Verträgt das Kind diese nicht, kommen alternativ diese Gemüsearten infrage:

  • Pastinaken,
  • Fenchel,
  • Kohlrabi,
  • Blumenkohl,
  • Kürbis oder Brokkoli

Neben frischem Gemüse besteht die Möglichkeit, Tiefkühlgemüse aufzutauen und dem Kind ohne Soße oder Butter zu servieren. Zunächst erhält es einen bis mehrere Löffel Gemüse. Die Menge steigern die Mütter langsam auf 100 Gramm. Danach ergänzen sie Schritt für Schritt weitere Zutaten.

Zu dem Zweck eignen sich beispielsweise gegarte Kartoffeln und ein Esslöffel Rapsöl. Nimmt das Baby den Gemüse-Kartoffelbrei gut an, setzen die Eltern ihm Fleisch hinzu. Sie nutzen 30 Gramm mageres Hühner- oder Putenfleisch.

4. Abwechslung macht die Beikost interessant

Gewöhnt sich das Baby nach einer Woche an das Gemüse, variieren die Eltern das Rezept für die Beikost. Die abwechslungsreiche Nahrung finden viele Kinder aufregend und nehmen sie besser an als eintönige Kost. Neben der Nutzung unterschiedlicher Gemüsesorten ergänzen die Mütter und Väter den Gemüsebrei beispielsweise mit Nudeln oder Reis. Diese Zutaten ersetzen die gegarte Kartoffel und geben dem Baby die benötigte Energie.

Als Alternative zu dem mageren Geflügel bietet sich Fisch an. Zweimal in der Woche erhalten die Babys beispielsweise fettreichen Fisch wie Lachs. Vor der Gabe eines Babybreis probieren die Eltern aus, ob das Kind den Geschmack akzeptiert. Verweigert es einen Brei, sehen sie vom Füttern damit ab.

5. Eine ganze Milchmahlzeit durch den Babybrei ersetzen

In den ersten Wochen füttern die Eltern den Babybrei als Ergänzung zur Muttermilch. Nach einem Monat des Beifütterns sollte er eine ganze Milchmahlzeit ersetzen. Schafft das Kind die Breimenge, braucht es im Anschluss keine zusätzliche Milch. Die Dauer des vollständigen Breiaufbaus variiert bei den Babys. Sie reicht von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen.

Themen rund um die Beikost-Ernährung

Hilfreiche Bücher zum Zubereiten und Haltbarmachen von Beikost

Bereiten Mütter den ersten Babybrei für ihr Baby selbst zu, spielen die richtigen Zutaten für die gesunde Entwicklung des Kindes eine zentrale Rolle. Ein gutes Buch ist von Jenny Böhme „Mein Babybrei Buch“. Weitere gesunde Rezepttipps für Beikost für Kinder zwischen fünf und zwölf Monaten gibt das Buch „Babybeikost – Vorkochen. Einfrieren. Entspannen. Gesunden Babybrei selbst machen“. Josephine Bayer und Nina Bott geben den Müttern auf 180 Seiten alltagstaugliche Ernährungstipps für das Baby.

Fazit: Die Einführung von Beikost sollte stressfrei sein

Die erste Beikost erhält das Baby vorzugsweise in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre. Fühlt es sich zum Probieren der unbekannten Nahrung gedrängt, verbindet es den Babybrei mit Druck und Stress. Die negative Assoziation mit dem Essen kann die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen. Aus dem Grund achten die Eltern auf die Signale der Babys. Sie beginnen mit dem Füttern von Beikost, wenn es sich bereit zeigt.

Drei interessante Fragen rund um den ersten Babybrei

Was gibt es bei Beikost-Rezepten zu beachten?

Bereiten Eltern die Beikost für ihr Baby selbst zu, nutzen sie natürliche und vitaminreiche Lebensmittelzutaten. Sie verzichten auf Produkte mit Zusätzen von Salz und Aromen. Zusätzlich vermeiden sie Inhaltsstoffe mit starkem Süßgeschmack. Das Buch mit gesunden Babybrei-Rezepten findet ihr hier.

Eignen sich Trinkbreie für Kinder als Beikost?

Breimahlzeiten zum Trinken eignen sich nicht als erste Beikost oder als Einschlafhilfe. Sie führen zur Überfütterung des Babys. Gleichzeitig erhöht sich die Gefahr von Nuckelflaschenkaries. Mehr lesen in unserem Ratgeber zur Beikost Einführung.

Wie lange sollten Mütter stillen?

Nach der Einführung des Babybreis stillt die Mutter ihr Baby, solange beide es möchten. Nach dem Stillen bekommt das Kind beispielsweise Säuglingsmilchnahrung aus der Flasche.