planzlicher Milchersatz

Pflanzliche Milchalternativen für Babys – Der beste vegane Milchersatz für den Babybrei (Ratgeber)

Hier erklären wir Dir, wie gesund eine kuhmilchfreie Ernährung für Babys und Kinder ist und auf was Du bei veganen Milchalternativen achten solltest. Wir geben Dir Tipps, welche planzlichen Alternativen zur Kuhmilch für Babys und Kinder geeignet sind.

Milchalternativen Tipp der Kinderärztin: Pflanzliche Milchalternativen sind recht neu und es gibt wenig Studien zu diesem Thema. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt weiterhin Kuhmilch, Pre-Nahrung oder Muttermilch als Grundlage für den Babybrei. Pflanzliche Milch alleine enthält nicht genügend Nährstoffe für Babys. Du kannst sie aber anreichern und so eventuell für den Brei verwenden. J. Kilonzo, Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin (Vita).

Lange Zeit hielt sich der Irrglaube, Kuhmilch sei für Kinder unverzichtbar. Sie bildet eine gute Kalzium- und Vitamin-D-Quelle; beide Nährstoffe sind jedoch auch in anderen Lebensmitteln enthalten. Bei Babys steht Milch unter Verdacht, Allergien auszulösen und Neurodermitis zu fördern. Deshalb steigt das Interesse an Milchalternativen für den Babybrei.

Kuhmilchfreie Ernährung für Kinder – Gesund oder ungesund?

Aus gesundheitlicher Sicht stellt es kein Problem dar, wenn Eltern bei der Ernährung ihres Nachwuchses auf Milch verzichten. Allergologen warnen sogar, dass zu früh gegebene Kuhmilch ein Gesundheitsrisiko darstellt. In ihr befinden sich allergen wirkende Eiweiße. Teils reagieren Babys darauf unmittelbar mit einer Allergie. Bei anderen Kindern kann der zu frühe Verzehr von Milch später Allergien auslösen.

Daher ergibt es Sinn, im ersten Lebensjahr des Kindes komplett auf Kuhmilch als Getränk zu verzichten. Den Babybrei, den Kinder frühestens ab dem vierten Monat bekommen, rühren Eltern zunächst mit Wasser an. Einen Milch-Getreide-Brei darf das Baby ab dem zweiten Lebenshalbjahr erhalten. Ab dem ersten Jahr empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, dem Kind täglich 300 bis 350 Milliliter Milch zu geben.

In den Monaten nach dem ersten Geburtstag ihres Nachwuchses probieren die Eltern vorsichtig aus, wie dieser auf normale Kuhmilch reagiert. Fühlen sie sich unsicher oder wollen sie generell auf Milch verzichten, rühren sie den Babybrei mit einer der vielen pflanzlichen Milchalternativen an. Da diese keine tierischen Eiweiße enthalten, gibt es keinen Anlass für  Familien, bei ihrem Baby Allergien zu befürchten.

Allerdings sind Milch und Milchalternativen im ersten Jahr des Kindes kein Ersatz für die Muttermilch. Deren Zusammensetzung ist an die Bedürfnisse des Kindes angepasst. Frauen, die nicht stillen können oder wollen, greifen auf Premilch zurück. Diese ähnelt der Muttermilch, sodass Babys von einer guten Nährstoffversorgung profitieren.

Keine Mangelerscheinungen bei kuhmilchfreier Ernährung

Verzichten Eltern bei der Ernährung des Kindes auf Kuhmilch, brauchen sie bei diesem keinen Nährstoffmangel zu befürchten. Zu den wichtigsten Nährstoffen in der Milch zählen:

  • Kalzium
  • Phosphat
  • Magnesium
  • Vitamin B12,
  • Vitamin B2
  • Folsäure

Diese sind ebenfalls in anderen Lebensmitteln enthalten. Eine ausgewogene Beikost kann die Kuhmilch daher leicht als Nährstoffquelle ersetzen.

Pflanzliche Alternativen zu Kuhmilch

Eine pflanzliche Milchalternative ersetzt die Kuhmilch nicht eins zu eins. Um den Babybrei dennoch mit den Nährstoffen aus der klassischen Milch anzureichern, empfiehlt sich ein Milchersatzprodukt aus Reis oder Erbsen. Dieses weist ein ähnliches Nährstoffprofil wie Kuhmilch auf.

Die Mehrzahl der pflanzlichen Milchalternativen ist vegan, laktosefrei und nachhaltig. Sie enthält keine Wachstumshormone, jedoch viele Ballaststoffe. „Milch“ auf Pflanzenbasis gewinnt an Beliebtheit. Eltern ersetzen die Kuhmilch im Babybrei etwa durch:

  • Reismilch
  • Sojamilch
  • Hafermilch
  • Kokosmilch
  • Mandelmilch

Viele pflanzliche Milchalternativen zeichnen sich durch einen süßlichen Geschmack aus, sodass Kinder sie gern konsumieren. Bevor Eltern ihrem Baby eine Pflanzenmilch anbieten, sollten sie sich über deren Eignung fürs Kind informieren.

Pur fehlen den pflanzlichen Milchalternativen die Inhaltsstoffe, um den Nährstoffbedarf von Kindern zu decken. Um sie als Ersatz für Kuhmilch zu verwenden, greifen die Eltern zu Produkten, die zusätzlich Kalzium enthalten. Ebenfalls finden sich inzwischen alternative Milchdrinks mit Zugabe von Eiweiß und Vitamin B12. Dementsprechend erfordert die Auswahl einer pflanzlichen Milchalternative einen genauen Blick auf das Nährstoffprofil.

Dabei stellen sie fest, dass Hafermilch vergleichsweise arm an Nährstoffen ist. Eine eisenreichere Alternative sind Hirse- oder Dinkelmilch. Viele Vitamine und Spurenelemente – wenn auch weniger als Kuhmilch – enthalten Milchalternativen auf Nussbasis. Dazu zählen Mandelmilch, Cashewmilch oder Haselnussmilch. Im Vergleich zu klassischer Kuhmilch fällt der Gehalt an Kalzium und Eiweiß gering aus.

Sojamilch gilt als bekannteste Milchalternative. Für Babys ist sie ungeeignet. Eine verfrühte Gabe von Sojamilch kann im späteren Leben gesundheitliche Probleme auslösen. Eine Milchalternative, die geschmacklich eine große Ähnlichkeit zur Muttermilch aufweist, ist Kokosmilch.

Suchen Eltern nach einer Milchalternative mit einem hohen Eiweißgehalt, kommen Erbsenmilch oder Lupinenmilch infrage. Als Geheimtipp unter den Milchersatzprodukten gilt Hanfmilch. Diese entsteht aus den Hanfsamen. Eine psychoaktive Wirkung brauchen Konsumenten nicht zu befürchten. Der Vorzug dieser Variante besteht in ihrem hohen Gehalt an pflanzlichem Protein und Omega-3-Fettsäuren.

Vorzugsweise nutzen Eltern für die Beikost eine zuckerfreie Milchalternative. Sie achten darauf, dass das Produkt keine Verdickungsmittel und Geschmacksstoffe enthält.